Rathscheck Schiefer und Dach-Systeme ist einer der größten Lieferanten von Schiefer für Dach und Fassade in Europa. In Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern ist das Unternehmen Marktführer. In den Bergwerken Katzenberg (Mayen) und Margareta (Polch) wird der Schiefer in bis zu 360 m Tiefe gewonnen. Zudem wird das Naturprodukt Schiefer aus internationalen Vorkommen vermarktet, die sich vor allem in Spanien, Asien und Nordamerika befinden. Rathscheck Schiefer verfügt am Firmensitz in Mayen über eine Auslandsabteilung und in verschiedenen Ländern über Tochtergesellschaften, Lager oder Büros.
Zur Gruppe gehört auch die spanische Tochtergesellschaft Cafersa, deren umfangreiche Ressourcen Rathscheck den Zugang zu hochwertigem Schiefer für die weltweiten Märkte sichert.
Stabiles Ergebnis trotz rückläufiger Baukonjunktur
Der Geschäftsbereich Schiefer, repräsentiert durch das Unternehmen Rathscheck Schiefer, ist als Hersteller und Vertriebspartner für Dach- und Fassadenschiefer europaweit aktiv. Mit einem stetig wachsenden Angebotsspektrum an neuen Deckarten hat sich der Geschäftsbereich zu einem wichtigen europäischen Marktteilnehmer entwickelt. Das Angebot richtet sich an Bauherren, Planer, Bedachungsfachhändler und Schieferdecker.
Auf dem europäischen Bedachungsmarkt waren die Folgen der Wirtschaftskrise weiter zu spüren. Die Baubranche und speziell der Bedachungsmarkt konnten der konjunkturellen Erholung des Jahres 2010 noch nicht folgen. Bei allen Bedachungsmaterialien herrschte intensiver Wettbewerb und hoher Preisdruck. Auch in Frankreich führte starker Wettbewerb zu sinkenden Preisen. Osteuropa verzeichnete hingegen eine leichte Nachfragesteigerung. Im Produzentenland Spanien setzte sich der Konsolidierungsprozess der Branche fort. Davon profitierten namhafte Hersteller wie die zum Geschäftsbereich Schiefer gehörende spanische Cafersa-Gruppe.
Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr ging im Vergleich zum Jahr 2009 um rund 2 % zurück. Dieser Rückgang resultierte in erster Linie aus dem Inlandsgeschäft. Der Anteil des Auslandsumsatzes konnte hingegen erneut gesteigert werden und betrug 30 % des Gesamtumsatzes. Der Absatzrückgang verlangsamte sich und lag bei 2,7 %. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Schiefer stieg dennoch leicht über Vorjahresniveau.
Mit einem an Wachstumspotenzialen orientierten Produktportfolio konnte Rathscheck Schiefer seine Position auf seinem wichtigsten Markt, Deutschland, halten. Das innovative Fassadensystem „Stonepanel“ hat sich im ersten Jahr nach Markteinführung positiv entwickelt.
Auf dem weltweit größten Schiefermarkt Frankreich konnte sich der Geschäftsbereich trotz der angespannten Lage behaupten. Die Erlössituation entspannte sich. In Spanien hat sich die Situation der Gewinnungsstätten gut entwickelt. Neue Abbaukammern wurden erschlossen und vorhandene Kapazitäten ausgebaut. Insgesamt hat der Geschäftsbereich Schiefer seine Internationalität forciert und insbesondere in Osteuropa seinen Vertrieb ausgebaut.
Bezogen auf den Absatz rechnet der Geschäftsbereich 2011 mit einer unterschiedlichen Entwicklung der Märkte. Aufgrund der verhaltenen Prognosen für den deutschen Bausektor erwartet er für den deutschen Schiefermarkt einen leichten Rückgang. Mit den geplanten Produktionssteigerungen in Spanien sollen hauptsächlich die französisch- und englischsprachigen Märkte beliefert werden. Der Geschäftsbereich Schiefer erwartet insofern für 2011 eine angemessene Umsatzsteigerung, die überwiegend durch einen Zuwachs im Ausland erzielt wird. Das Ergebnis wird aufgrund der Kostenstruktur und unter vorsichtigen Grundannahmen voraussichtlich leicht unter dem des Berichtsjahres liegen. Langfristig sieht der Geschäftsbereich Wachstum in der Entwicklung von neuen Produkten, aber auch dem Einsatz von Schiefer in Regionen, in denen dieser Naturstoff eher untypisch ist. Weitere Zukunftsperspektiven für Dach- und Fassadenschiefer resultieren aus der steigenden Bedeutung von Nachhaltigkeit, Ökologie und Energieeffizienz.