Der Geschäftsbereich Immobilien befasst sich mit dem Management und der Optimierung des eigenen gewerblichen Immobilienbestandes. Schwerpunkt des Portfolios bilden Objekte in guter oder sehr guter Lage im Großraum Köln/Düsseldorf, im Rhein-Main-Gebiet, in Berlin und München. Darüber hinaus ist der in Neuss ansässige Geschäftsbereich mit seinem Corporate Real Estate Management (CREM) für alle Geschäftsbereiche der Wilh. Werhahn KG beratend tätig. Durch CREM werden betriebsnotwendige und nicht betriebsnotwendige Immobilien identifiziert und entsprechend ihrer strategischen Bedeutung entwickelt oder verwertet.
Mieterbindung und Portfoliooptimierung sichern Erträge
Der Geschäftsbereich Immobilien umfasst zwei Tätigkeitsfelder. Den Schwerpunkt bildet das Immobilienmanagement, also die systematische Bewirtschaftung des eigenen, gewerblich genutzten Bestands von Grundstücken und Gebäuden in Top-Lagen. Das zweite Tätigkeitsfeld des Geschäftsbereichs ist das Corporate Real Estate Management (CREM). Mit dieser Dienstleistung berät der Geschäftsbereich Immobilien die Gesellschaften der Werhahn-Gruppe in allen immobilienwirtschaftlichen Sachverhalten.
Der Investmentmarkt für Immobilien war 2009 allgemein rückläufig. Das Marktumfeld war gekennzeichnet durch die restriktive Kreditvergabe der Banken. Eigenkapitalstarke Investoren hingegen rechneten häufig mit weiter fallenden Preisen und hielten sich mit Aktivitäten zurück. Immobilienanbieter konnten deshalb in der Regel nicht ihre Preisvorstellungen im Markt realisieren. In den besten Großstadtlagen kam es zu Einzeltransaktionen; Verkaufsaktivitäten an weniger attraktiven Standorten waren kaum zu verzeichnen.
Die negativen Folgen der Wirtschaftskrise erreichten zeitverzögert auch den Vermietungsmarkt. Hier gingen bereits im ersten Halbjahr 2009 die Umsätze aus der Vermietung von Büroflächen zurück. Weitgehend stabil war der Vermietungsmarkt bei der Einzelhandelsnutzung in den 1a-Lagen, wohingegen es in 1b-Lagen Preisrückgänge gab.
Im Geschäftsjahr 2009 lag der Umsatz des Geschäftsbereichs Immobilien leicht unter dem des Jahres 2008. Ursache hierfür war der geringfügig erhöhte Leerstand. Das erreichte Mietniveau in 1a-Lagen konnte gehalten werden, während es in 1b-Lagen entsprechend der allgemeinen Vermietungsmarktlage bei Neuabschlüssen zu leicht fallenden Mieteinnahmen kam. Größere Baumaßnahmen bei den Berliner Objekten Schlossstraße und Französische Straße sowie im Düsseldorfer Objekt Rathausufer führten planmäßig zu höheren Aufwendungen. Aufgrund von höheren Abstandszahlungen aus Mietverhältnissen und von Abwicklungserlösen einer Beteiligung entspricht das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Immobilien trotzdem in etwa dem des Vorjahres.
Im Rahmen des Immobilienmanagements wurden in Köln und Berlin je ein Bestandsobjekt kernsaniert und 2009 innerhalb des Zeit- und Kostenbudgets fertiggestellt. Im Zuge der Portfolioumstrukturierung wurde ein unbebautes Grundstück in Neuss veräußert.
Die Wirtschaftskrise wird sich auch 2010 auf die Immobilienwirtschaft auswirken. Einerseits liegen hierin Chancen für Investments aufgrund nachlassender Einkaufspreise. Gleichzeitig ist mit einem Anstieg des Insolvenzrisikos bei den Bestandsmietern zu rechnen. Daher könnte im Geschäftsjahr 2010 die Ausfallrate bei den Mietforderungen steigen und das Ergebnis sinken.
Allgemein ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Flächen in 1a-Lagen weiterhin konstant bleibt und sich der Preisrückgang in 1b-Lagen fortsetzen wird.