Geschäftsbereich Natursteine - Kurzporträt
Die Kerngeschäftsfelder der Basalt-Actien-Gesellschaft, Linz/Rhein, sind der Abbau von Natursteinen und die Herstellung von Asphaltmischgut für die Bauindustrie. In rund 500 modernen Betriebsstätten werden mineralische Rohstoffe gewonnen, aufbereitet und verarbeitet. Die Basalt-Gruppe gehört damit zu den bedeutendsten Baustoffproduzenten von Natursteinen und Asphaltmischgut in Deutschland.
Die Geschäftsaktivitäten des Unternehmensverbundes erstrecken sich zudem auf den europäischen Raum mit Beteiligungsgesellschaften in den Niederlanden, in Polen, Schweden, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Russland sowie dem Baltikum. Die Basalt-Gruppe ist außerdem in den Bereichen Transportbeton und Kies sowie im Recycling von Sekundärrohstoffen und in der Deponierung von inertem Erdaushub tätig.
Aktuelles aus dem Geschäftsjahr 2008
Standortinvestitionen im In- und Ausland
Die deutsche Bauwirtschaft konnte sich 2008 gegen die Auswirkungen der beginnenden Wirtschaftskrise und der gesamtwirtschaftlichen Rezession behaupten. Die Unternehmen des deutschen Bauhauptgewerbes haben nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie 2008 ihre Umsätze um nominal rund 6 % gesteigert. Das Bauvolumen im Tiefbau veränderte sich dabei zum Vorjahr nur geringfügig, da stark gestiegene Kosten, insbesondere für Energie, Stahl und rohölabhängige Einsatzstoffe, merkliche Preissteigerungen nach sich zogen.
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Natursteine lag bereinigt um Änderungen im Konsolidierungskreis und um Währungseffekte mit 1 307 Mio. € um rund 7 % über dem Vorjahr. Das Umsatzwachstum resultierte hauptsächlich aus den Aktivitäten im Inland. Es basierte zum einen auf gestiegenen Absatzmengen und zum anderen auf Preiserhöhungen, infolge von Verteuerungen der Einsatzstoffe. Der Umsatz der Auslandsaktivitäten entsprach in etwa dem des Vorjahres,wobei sich einzelne Länder durchaus unterschiedlich entwickelten. Erstkonsolidierungen sowie positive Wechselkursentwicklungen trugen rund 28 Mio. € zum Umsatzwachstum bei.
Die kosteninduzierten Umsatzsteigerungen reichten sowohl bei Rohmaterial als auch bei Mischgut nicht aus, um die gestiegenen Kosten insbesondere für rohölbasierte Einsatzstoffe (Bitumen, Heizöl, Diesel, Gas) auszugleichen. Die in den letzten Jahren erfolgte kontinuierliche Ausrüstung von Mischanlagen mit Braunkohlestaubbefeuerung und Paralleltrommelanlagen trug zwar dazu bei, die Ergebnisbelastungen im Jahr 2008 aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise zu mindern, dennoch verzeichnete der Geschäftsbereich Natursteine ein operatives Ergebnis unter dem Niveau des Vorjahres.
Neben den branchentypischen Ersatzinvestitionen standen 2008 vor allem die Errichtung einer neuen stationären Aufbereitungsanlage mit Bahnanschluss in der Ukraine sowie die Erweiterung und Umrüstung von Steinbrüchen und Mischanlagen im Inland, z. B. der Werksneubau am Standort Großsteinberg in Sachsen, im Vordergrund. Die Investitionen lagen über dem Vorjahresniveau.
Für das Jahr 2009 werden per Saldo Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Gute Absatzperspektiven bestehen für den Geschäftsbereich Natursteine weiterhin in den mittel- und osteuropäischen Ländern, wenngleich auch hier Auswirkungen der weltweiten Rezession erwartet werden. Der Geschäftsbereich sollte 2009 aber von den tendenziell auf Infrastrukturbau ausgerichteten Konjunkturmaßnahmen der Bundesregierung profitieren.

